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Gespräch im Riesen Hochleistungskinder in einer Hochleistungsgesellschaft
Freitag, 21. September 2018, 16:00 - 19:00 Uhr

Kinder sollen immer früher und immer mehr lernen – so der weitläufige gesellschaftliche Tenor. Eltern befinden sich schnell im Spannungsfeld zwischen „Fördern & Fordern“, wollen die Kinder dabei aber nicht überlasten. Die dritte Auflage von „Gespräch im Riesen“ widmet sich am 21. September 2018 in den Swarovski Kristallwelten dem Thema „Hochleistungskinder in einer Hochleistungsgesellschaft“. 

Hochleistungskinder in einer Hochleistungsgesellschaft

Neben Diskussionen mit hochkarätigen Erziehungs-Experten geben unter der Leitung von Moderator Günther Schimatzek sowohl die Schauspielerin Ronja Forcher – bekannt als Bergdoktor-Tochter aus der erfolgreichen ZDF-TV-Serie – als auch Rebecca Horner, ehemaliger TV-Kinderstar und Solotänzerin der Wiener Staatsoper, ganz persönliche Einblicke in ihr früheres Leben als „Hochleistungskind“.

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Leistungsdruck bei Kindern

DETAILS

  • Ort: Forum der Swarovski Kristallwelten
  • Eintritt: kostenlos – Anmeldung erforderlich
  • Kinderbetreuung: Während der Veranstaltung steht Ihnen eine professionelle Kinderbetreuung für 4- bis 12-Jährige zur Verfügung (Kosten: 7 Euro / Kind). – Anmeldung erforderlich

KONTAKT und ANMELDUNG

Tel. +43 5224 51080
swarovski.kristallwelten@swarovski.com

Leistungsförderung versus Überforderung

Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder und investieren viel Zeit und Geld in deren Förderung. Musik-, Sport-, Kunst-, und Nachhilfeunterricht scheinen jede Minute des Tages auszufüllen. Doch was zeichnet einen erfolgreichen Lebensentwurf aus und was braucht ein (junger) Mensch, um glücklich zu sein? Und wie lässt sich das richtige Maß zwischen Leistungsdruck und Laissez-faire in der Erziehung finden? 

Eine Frage des Vertrauens
„Fälschlicherweise gilt Überleistung als erstrebenswert oder zumindest harmlos“, bringt die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm ihr Bedenken zum Ausdruck. Leistungsdruck sei zwar nicht per se schlecht, aber die Bildungspanik und Abstiegsangst könne nicht nur Kinder, sondern ganze Familien belasten und lähmen. „Wer Kindern vertraut und ihnen insbesondere etwas zutraut, fördert deren Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein“, ist Stamm überzeugt.

Kinder brauchen Grenzen
Um das Potenzial von Kindern zu entwickeln, zu entdecken und zu fördern braucht es Begegnung, Inspiration und Begeisterung. Die Entfaltung kindlicher Potenziale wird allerdings laut Philip Streit durch die in Österreich vorherrschenden Schul- und Erziehungsmethoden sowie durch die „Laissez-faire Kultur“ vereitelt. Zu viele Freiheiten seien seines Erachtens kontraproduktiv und förderten höchstens kleine Tyrannen zutage. Kinder brauchen Grenzen, sie benötigen einen Anker, Eltern die eine Hafenfunktion erfüllen und Präsenz zeigen.

Zwischenmenschliche Beziehungen
"Was in unserer digitalisierten und auf Hochleistung ausgerichteten Welt immer wichtiger wird, ist die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen, als Basis für eine gesunde, psychosoziale Entwicklung. Überdauern werden verantwortungsvolle Menschen, die sich in der Zukunft den Herausforderungen mit kreativen Ideen und einer fundierten Werte-Haltung nähern können“, ist sich die ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin Katharina Weiner (familylab Österreich) sicher.

Hochleistungskinder im Portrait
Erfolgreich waren sie bereits als Kinder und sind es noch heute – zwei „Hochleistungskinder“ die zu erfolgreichen Frauen heranwuchsen werden aus ihrer ganz persönlichen Sicht das Thema in den Swarovski Kristallwelten beleuchten: Rebecca Horner (ehemalige Kinderschauspielerin und heute Solotänzerin an der Wiener Staatsoper) und Ronja Forcher (Schauspielerin, seit 2008 durchgehend in der Rolle der Lilli in der Serie „Der Bergdoktor“ engagiert) gewähren Einblicke in ihr Leben und ihre etwas andere Kindheit. 

Referenten

Prof. Dr. Margrit Stamm
ist eine schweizerische Erziehungswissenschaftlerin und war bis 2012 Lehrstuhlinhaberin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Universität Freiburg (Schweiz). 2013 gründete sie ein neues Forschungsinstitut mit dem Namen Swiss Education mit Sitz in Bern. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Begabung, der Frühförderung, der Qualität in der Berufsbildung und der Förderung von Migrantenkindern. Zudem ist Stamm Gastprofessorin an diversen Universitäten im In- und Ausland sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten von nationalen und internationalen Organisationen. 2018 wurde sie mit dem internationalen „Doron-Preis“ ausgezeichnet.

Prof. Dr. Margrit Stamm
Prof. Dr. Margrit Stamm
Dr. Philip Streit
Dr. Philip Streit

Dr. Philip Streit
Vorstand des Instituts für Kind, Jugend und Familie (IKJF) und der Akademie für Kind, Jugend und Familie (AKJF) in Graz, ist seit über 20 Jahren auf dem Gebiet der Psychotherapie und Beratung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien, so wie auch Erwachsenen auf der Basis der Neuen Autorität, Positiver Psychologie und lösungsorientierter Therapie tätig. Streit hat zahlreiche Artikel und Bücher zur Positiven Psychologie und Neuen Autorität veröffentlicht, u.a. „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“.

Katharina Weiner
ist ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin und seit 2013 Geschäftsführerin von familylab Österreich. Sie verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung sowohl in der Erwachsenenbildung und Trainerin, sowie der Organisationsentwicklung auf Führungsebene. Seit 2013 leitet Weiner familylab Österreich mit der Überzeugung, dass es andere Wege gibt Kinder in ihrer Entwicklung und ihrem Selbstgefühl zu stärken, als auf autoritäre Macht oder scheinbar demokratische Tricks zurückzugreifen. Als Alternative stehen zwischenmenschliche Beziehung und deren Qualität unter Berücksichtigung von Authentizität, Integrität und Eigenverantwortung im Vordergrund.

Portrait von Katharina Weiner
Katharina Weiner
Rebecca Horner
Rebecca Horner
© Sepp Dreissinger

Rebecca Horner
ist eine ehemalige österreichische Kinderschauspielerin. Mit sechs Jahren begeisterte Horner ganz Österreich als Otto Schenks Enkelin in "Mein Opa ist der Beste" und wurde zum Kinderstar. Nach einer Ausbildung zur Balletttänzerin ist sie seit 2007 Mitglied des Wiener Staatsballetts. 2015 wurde sie von Ballettdirektor Manuel Legris zur Halbsolistin befördert, 2017 zur Solotänzerin.

Ronja Forcher
ist eine österreichische Schauspielerin, die ihre Karriere als Kinderdarstellerin im Alter von vier Jahren begann. Mit sechs Jahren stand sie regelmäßig auf der Bühne des Tiroler Landestheaters in Innsbruck. Im Jahr 2003 folgte die erste Filmrolle in der indischen Kinoproduktion „Okariki Okaru“. Bekannt ist die Schauspielerin vor allem durch ihre Rolle in der Fernsehsendung „Der Bergdoktor“, in der sie seit 2008 Lilli, die Tochter der Hauptfigur, darstellt. 2014 legte sie ihre Matura ab und ging anschließend zum Schauspielstudium an die 1st filmacademy nach Wien.

Ronja Forcher
Ronja Forcher
© Creative Creatures

Rückblick

Gespräch im Riesen 2017

Am Blog:

Gespräch im Riesen 2016

Am Blog: Lasst uns die Kreativität von Kindern fördern!

Welche Fragestellungen bei "Analoge Eltern - Digitale Kinder" diskutiert wurden, erläutert Dr. Stefan Piëch auf dem Swarovski Kristallwelten Blog.

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