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© Ghandtschi

samstag, 27. mai 2017

SCHAROUN ENSEMBLE

   Wolfram Brandl, Violine
Rachel Schmidt, Violine
Micha Afkham, Viola
Richard Duven, Violoncello
Peter Riegelbauer, Kontrabass
Alexander Bader, Klarinette
Markus Weidmann, Fagott
Stefan de Leval Jezierski, Horn

Mit dem Oktett von Franz Schubert D 803 verbindet das Scharoun Ensemble eine lange Geschichte, war doch das 1824 entstandene Werk für zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Horn und Fagott das erste, mit dem die Musiker 1983 öffentlich auftraten. Selbstverständlich hat das Ensemble, das von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gegründet wurde und nach dem Architekten der Berliner Philharmonie, Hans Scharoun, benannt ist, dieses zentrale Werk in klassischer Oktettbesetzung in seinem Repertoire behalten, ebenso wie andere Oktette der Klassik und Romantik. Zugleich ist dem Scharoun Ensemble, das in flexiblen Besetzungen agiert, die Vermittlung zwischen Tradition und Moderne ein besonderes Anliegen. Dies gilt für die Lehrtätigkeit der Musiker, die ihr Wissen weltweit in Akademien und Masterclasses weitergeben, vor allem aber für die Auftrittstätigkeit des auf den internationalen Bühnen gastierenden Ensembles: Wer in den Konzertkalendern der vergangenen 33 Jahre stöbert, stößt auf zahlreiche Uraufführungen von Kompositionen des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts und auf Programme, in denen Werke verschiedener Epochen zueinander in Beziehung gesetzt werden. 

Eine wesentliche Voraussetzung dafür war und ist die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten wie György Ligeti, György Kurtág, Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann, Matthias Pintscher und – wie beim Konzert des Scharoun Ensembles bei „Musik im Riesen“ 2017 – mit dem jungen deutschen Komponisten Gregor A. Mayrhofer. Dessen neues Werk, das in Wattens erstmals in Österreich aufgeführt wird, stellt das Ensemble Schuberts Oktett sowie einem Werk des Tiroler Komponisten Haimo Wisser aus dem Jahr 1996 gegenüber und spannt so einen musikalischen Bogen von der Romantik bis in die Jetztzeit.