Andrè Schuen und Daniel Heide © Christoph Köstlin

Samstag, 21. Mai 2022

Andrè Schuen, Bariton und Daniel Heide, Klavier

DAS PROGRAMM
Swarovski Business Building Brandtgut, Wattens

 19 Uhr
Einführungsgespräch mit Thomas Larcher

 20 Uhr
Andrè Schuen, Bariton und Daniel Heide, Klavier

 Lieder der Nacht und des Abschieds

 Franz Schubert
Über Wildemann D 884 (1826, Text: Ernst Schulze)
Der liebliche Stern D 861 (1825, Text: Ernst Schulze)
Auflösung D 807 (1824, Text: Johann Baptist Mayrhofer)
Der Jüngling und der Tod D 545 (1817, Text: Joseph von Spaun) 
Erlkönig D 328 (1815, Text: Johann Wolfgang von Goethe)

 Gustav Mahler
Kindertotenlieder (1901–1904)
Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert
Nun will die Sonn’ so hell aufgeh’n
Nun seh’ ich wohl, warum so dunkle Flammen
Wenn dein Mütterlein
Oft denk’ ich, sie sind nur ausgegangen
In diesem Wetter

 Dauer Teil eins: 40’

 Pause

 Erich Wolfgang Korngold, 21’
Nachtwanderer op. 9 Nr. 2 (1913, Text: Joseph von Eichendorff)
Sterbelied op. 14 Nr. 1 (1920, Text: Christina G. Rossetti, dt. von Alfred Kerr)
Mond, so gehst du wieder auf op. 14 Nr. 3 (1918, Text: Ernst Lothar)
In meine innige Nacht op. 18 Nr. 1 (1924, Text: Hans Kaltneker)
Was du mir bist op. 22 Nr. 1 (1928, Text: Eleonore van der Straaten)
Das Ständchen op. 9 Nr. 3 (1911, Text: Joseph von Eichendorff)

 Franz Schubert
An den Mond in einer Herbstnacht D 614 (1818, Text: Aloys Wilhelm Schreiber)
Die Mutter Erde D 788 (1823, Text: Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg)
Nachtviolen D 752 (1822, Text: Johann Baptist Mayrhofer)
Nacht und Träume D 827 (1823, Text: Matthäus von Collin)

 Dauer Teil zwei: 40’

»Unangestrengt souverän«, »ohne frühromantisches Pathos« oder »uneingeschränkt herrlich« sind die Attribute, die die Presse der Stimme und Interpretation von Andrè Schuen zuschreibt. Der junge Bariton, der aus dem ladinischen Gadertal in Südtirol stammt, machte sich in nur wenigen Jahren einen Namen als Opern- und Liedsänger. 2018 übernahm er bei den Bregenzer Festspielen die männliche Hauptrolle in der Uraufführung von Thomas Larchers »Das Jagdgewehr«, 2021 sang er in Aix-en-Provence die Titelpartie in »Le nozze di Figaro« sowie den Guglielmo in »Così fan tutte« bei den Salzburger Festspielen. An der Wiener Staatsoper ist er in der laufenden Saison unter anderem als Eugen Onegin zu hören. Als Liedinterpret bildet er mit dem Pianisten Daniel Heide seit mehreren Jahren ein gefragtes Duo. Regelmäßig gastieren sie bei Festivals wie der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg, bei der Schubertiada Vilabetran und in der Wigmore Hall. Daniel Heide tritt als Liedbegleiter darüber hinaus u. a. mit Christoph Prégardien und Konstantin Krimmel auf und gestaltet als Solist dramatisch-musikalische Programme mit Udo Samel und Christian Brückner. Für ihn unterscheidet sich Schuen von seinen anderen Kammermusikpartnern alleine schon durch das Aufwachsen „zwischen Nord und Süd“, durch die Dreisprachigkeit und die daraus resultierende Fähigkeit, zwischen deutscher und italienischer Musikwelt jederzeit hin und her zu wechseln.

Ihre Ausdruckskraft und ihr Gespür für feine Schattierungen legen Andrè Schuen und Daniel Heide auch in die Interpretation der »Lieder der Nacht und des Abschieds«. Rund um Gustav Mahlers Zyklus „Kindertotenlieder« wählten sie Werke von Franz Schubert und Erich Wolfgang Korngold aus. Ernst und Hoffnung, Verlust und Schmerz sind in diesen Nachtstücken und Trauergesängen allgegenwärtig und werden in der nuancierten Interpretation des Duos erlebbar.