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Donnerstag, 25. mai 2017

Quatuor diotima

  Yun-Peng Zhao, Violine
Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Violoncello

Eine innige Beziehung zur Musik des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts, zugleich eine tiefe Verwurzelung in der Romantik, lässt sich bereits am Namen des Quatuor Diotima ablesen: Er ist eine Würdigung an Friedrich Hölderlin und seine literarische Figur Diotima sowie an Luigi Nono und dessen Streichquartett „Fragmente – Stille. An Diotima“. Dementsprechend fokussiert das Quartett auf zeitgenössische Kompositionen und die großen Werke des 20. Jahrhunderts und setzt diese in Beziehung zu zentralen Kompositionen der Klassik und Romantik. 

Schon zu Beginn ihres Wirkens wurden die Musiker beim Londoner Streichquartettwettbewerb 2000 für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks ausgezeichnet. In der Folge konnten sie unter anderem für ihre Einspielungen der Streichquartette von Luigi Nono, Helmut Lachenmann, Lucien Durosoir, Leoš Janáček, Alberto Posadas, George Onslow und der Compilation „American Music“ mit Quartetten von George Crumb, Steve Reich und Samuel Barber mehrere Preise erringen. Vielbeachtete Einspielungen gelangen den vier Musikern zudem 2013 mit Schuberts Streichquintett C-Dur – gemeinsam mit der Cellistin Anne Gastinel – sowie einer CD-Box zur Zweiten Wiener Schule, die das Quatuor Diotima anlässlich seines 20-jährigen Bestehens 2016 veröffentlichte. 

Als international gefragtes Konzertensemble mit Engagements in Europa, Asien und Amerika nützt das Quartett seine Auftritte auch dazu, zeitgenössische Werke in Auftrag zu geben bzw. zur Uraufführung zu bringen. Auf diese Weise entstanden neue Streichquartette von Tristan Murail, Alberto Posadas, Gérard Pesson und Rebecca Saunders. Sein Renommee verdankt das Ensemble aber ebenso seinen frischen, klaren Interpretationen der Werke vergangener Epochen. Wenn die vier Musiker – wie im aktuellen Konzertkalender – Streichquartette von Arnold Schönberg, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven gemeinsam präsentieren oder an einem Abend alle sechs Bartók-Streichquartette spielen, eröffnen sich neue Möglichkeiten des Hörens und Verstehens von Musik.