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Philip Glass

Freitag, 25. mai 2018

Der Komponist Philip Glass

Philip Glass, Klavier
Dennis Russell Davies, Klavier, Leitung
Maki Namekawa, Klavier
Francesco Prode, Klavier
Emanuele Torquati, Klavier
Kammerorchester InnStrumenti
Schüler der Musikschule Wattens

Der US-Amerikaner Philip Glass zählt zu jenen Komponisten, die auch als Interpreten ihrer Werke tätig sind. Die in diesem Zusammenhang wichtigste Gründung fand im Anschluss an Glass’ Studienaufenthalt in Paris in den 1960er-Jahren statt, wo er nicht nur seine klassische Ausbildung fortgesetzt hatte, sondern durch den Sitar-Spieler Ravi Shankar auch mit der indischen Musik in Berührung gekommen war. Um seine von beiden Strömungen beeinflussten Werke aufführen zu können, sammelte er 1967 in New York sechs weitere Musiker um sich und formierte mit ihnen das Philip Glass Ensemble. Mit diesem, das vor allem durch die Filmmusik zu „Koyaanisqatsi“ in den 1980er-Jahren internationale Berühmtheit erlangte, tritt Philip Glass bis heute als Pianist auf.

Philip Glass
© Philip Glass

Ebenfalls langjährige Wegbegleiter sind der US-amerikanische Pianist und Dirigent Dennis Russell Davies und die japanische Pianistin Maki Namekawa. Davies war unter anderem (Chef-)Dirigent des American Composers Orchestra, des Stuttgarter Kammerorchesters, des Radio Symphonie Orchesters Wien und zuletzt des Bruckner Orchesters Linz. Innerhalb seines weit gefassten Repertoires nehmen die Aufführung zeitgenössischer Werke und der Austausch mit Komponisten besonderen Raum ein. Die engste künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit Glass, von dem er das „Tirol Concerto“ und zahlreiche weitere Werke zur Uraufführung brachte.

Etliche davon komponierte Philip Glass für Dennis Russell Davies bzw. für ihn und Maki Namekawa, darunter auch die „Four Movements for Two Pianos“ und die „Two Movements for Four Pianos“. Bis heute zählen Davies und Namekawa zu den Musikern, die Glass’ Werke am besten interpretieren – ob als Solisten, im Duo oder im Zusammenspiel mit Philip Glass selbst. Für die größer besetzten Klavierstücke im Konzert von „Musik im Riesen“ werden sie von den italienischen Pianisten Francesco Prode und Emanuele Torquati begleitet, die ebenfalls der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts eng verbunden sind.

Dennis Russell Davies
Dennis Russell Davies
© Reinhard Winkler
Francesco Prode
Francesco Prode
© Francesco Prode
Maki Namekawa
Maki Namekawa
© Heiko Sohn
Emanuele Torquati
Emanuele Torquati
© Emanuele Torquati

Im zweiten Teil des Abends spielen Maki Namekawa als Solistin und das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti unter der Leitung von Dennis Russell Davies das „Tirol Concerto“. Das Orchester hat sich unter anderem durch die Interpretation zeitgenössischer (Tiroler) Werke, durch die Erteilung von Kompositionsaufträgen und die Förderung junger Solisten einen Namen gemacht – ein Anknüpfungspunkt auch an den Beginn des Abends, wenn junge Interpreten der Musikschule Wattens zum Einführungsgespräch mit Philip Glass und Dennis Russell Davies Werke von Glass interpretieren.

Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
© Tiroler Kammerorchester InnStrumenti