Diese Website nutzt Cookies, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzbestimmungen für mehr Infos.

Akzeptieren

Novus String Quartet
© Jin-ho Park

Samstag, 23. mai 2020

Novus String Quartet

mit Jaeyoung Kim (Violine), Young-uk Kim (Violine), Kyuhyun Kim (Viola) und Woongwhee Moon (Violoncello)

ZU DEN KÜNSTLERN

In den bisher 16 Festivalprogrammen von „Musik im Riesen“ nahmen und nehmen Streichquartette seit je eine besondere Rolle ein. In Wattens spielten Ensembles wie das Tokyo String Quartet oder das Emerson String Quartet, die über Jahrzehnte ihr Spiel verfeinerten, die aktuellen Stars der Gattung wie das Belcea Quartet, das Jerusalem Quartet oder das Quatuor Ébène sowie eine ganze Reihe junger Quartette, die es in wenigen Jahren zu einer erstaunlichen Meisterschaft in Technik und Interpretation gebracht haben. Zu diesen letztgenannten zählt auch das aus Korea stammende Novus String Quartet, dessen Mitglieder sich wie viele ihrer Kollegen während des Musikstudiums zusammengefunden haben. Bei dem jungen Ensemble, das auf Lehrer und Mentoren wie Christoph Poppen, Heime Müller und das Belcea Quartet verweisen kann, geht Virtuosität Hand in Hand mit leidenschaftlichem Musizieren, großer Klarheit im Spiel und Offenheit gegenüber Musik aus allen Epochen. So öffnen sie mühelos neue Zugänge zu viel Gespieltem wie den Quartetten der Klassik und Romantik und zur Musik, die eben jetzt, im 21. Jahrhundert, entsteht.

DAS PROGRAMM

Streichquartett D-Dur op.17/6, Hob. III:30 - Joseph Haydn

Streichquartett Nr. 4, „lucid dreams“ - Thomas Larcher 

Pause

Streichquartett Es-Dur op. 127 - Ludwig van Beethoven

Das Novus String Quartet spiel Thomas Larchers viertes Streichquartett „lucid dreams
Das Novus String Quartet spiel Thomas Larchers viertes Streichquartett „lucid dreams". © Eduardus Lee

 ZUM PROGRAMM

Die drei musikalischen Momentaufnahmen aus der Geschichte des Streichquartetts geben Einblick in die Entwicklung der Gattung seit ihren Anfängen: Joseph Haydns aus sechs Quartetten bestehendes Opus 17 bildet eine Gruppe von Werken für vier Streicher, die er selbst – wenn auch noch nicht im Autograph – bereits als Streichquartette bezeichnete. An ihnen lässt sich der Weg hin zu einer immer deutlicheren Profilierung erkennen, auch im sechsten, das sich durch Leichtigkeit und Einfachheit auszeichnet. 

Mit dem Streichquartett Es-Dur op.127 schließt sich ein besonderer Kreis bei „Musik im Riesen“, ist es doch das einzige der späten Quartette Beethovens, das beim Kammermusikfestival in Wattens noch nie aufgeführt wurde. Komponiert als erstes dieser Werke steht Opus 127 am Beginn einer Entwicklung, in der Beethoven die Form des Streichquartetts in jeder Hinsicht ausweitete. 

Thomas Larchers viertes Streichquartett „lucid dreams“ schließlich ist durch Freiheit im Denken, Vielschichtigkeit und kompositorische Eigenständigkeit gekennzeichnet. Zwischen luzider Leichtigkeit und der „Durchschlagskraft eines 16-saitigen Superinstruments“ eröffnen sich hier neue Räume im Zusammenspiel der vier Streichinstrumente.