Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden dürfen. Lesen Sie unsere Datenschutzbestimmungen.

Mittwoch, 24. mai 2017

Minetti quartett

Maria Ehmer, Violine
Anna Knopp, Violine
Milan Milojicic, Viola
Leonhard Roczek, Violoncello

Unter den Streichquartetten, die bei „Musik im Riesen“ zu Gast waren bzw. sind, zählt das Minetti Quartett zu den ganz jungen – und doch haben die vier Musiker, die allesamt Anfang 30 sind, schon eine eindrucksvolle Geschichte vorzuweisen. In den 14 Jahren seines Bestehens konnte das Quartett, das sich nach einem Theaterstück von Thomas Bernhard für den Schauspieler Bernhard Minetti benannt hat, zahlreiche Preise erringen, darunter den erstem Preis beim internationalen „Rimbotti Wettbewerb für Streichquartett“ in Florenz und den „Haydn-Preis“ beim „Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb“ in Wien. Es gastiert bei Kammermusikfestivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Aldeburgh Festival und in Aix-en-Provence und absolvierte Tourneen durch Europa und die USA. 

Dass das Quartett bereits wenige Jahre nach seiner Gründung als eine der großen Hoffnungen des Genres gehandelt wurde und heute zu den renommierten österreichischen Ensembles gehört, hat unter anderem mit der Intensität zu tun, mit der sich die vier Musiker ihr Repertoire erarbeiten.

Von Anfang an sei klar gewesen, dass sie gut zusammenpassten, erzählten sie in einem Interview mit Monika Mertl für die Zeitschrift „Musikzeit“. In der Zusammenarbeit hätten sie zudem „eine gute Streitkultur entwickelt. Wir können ja auf der Bühne nur überzeugen, wenn wir selbst überzeugt sind von dem, was wir machen.“ Diese intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen Werken zeigt sich über alle Zeiten und Stile hinweg – ob das Quartett Joseph Haydn interpretiert, dem es auch die erste von bisher vier CD-Einspielungen widmete, sich mit „Der Tod und das Mädchen“ beschäftigt, das Franz Schubert mit Blick auf die große Symphonie komponierte, oder das Werk eines zeitgenössischen Komponisten wie Thomas Larcher interpretiert. „Je tiefer wir in die Partituren der großen Komponisten eintauchen“, beschrieb Cellist Leonhard Roczek diesen Prozess im Magazin „Publicum“, „desto mehr wird diese Musik zu unserer eigenen Sprache.“