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samstag, 27. mai 2017

kitgut quartet

 Amandine Beyer, Violine
Naaman Sluchin, Violine
Josèphe Cottet, Viola
Frédéric Baldassare, Violoncello

Nur sehr selten spezialisieren sich Streichquartette auf das Spiel auf alten Instrumenten, doch führen diese wenigen Ensembles deutlich vor Augen, dass die Geschichte der Gattung nicht erst bei Joseph Haydn beginnt. Wie vielfältig die Quellen in der europäischen Musik sind, zeichnet das französische Kitgut Quartet rund um Amandine Beyer, eine Spezialistin der Alten Musik, nach. Beyer, die dem Tiroler Publikum unter anderem von ihren Auftritten bei den „Innsbrucker Festwochen der Alten Musik“ bekannt sein dürfte, zählt zu den herausragenden Violinistinnen der historischen Aufführungspraxis, im Kitgut Quartet hat sie sich mit drei ebenso virtuosen Musikern zusammengefunden, die sich mit der gleichen Hingabe auf die Spuren des frühen Streichquartetts begeben: dem Geiger Naaman Sluchin, einem der Gründungsmitglieder des Quatuor Diotima, der Bratscherin Joséphe Cottet, die in Alte-Musik-Ensembles wie Les Musiciens du Paradis oder dem Ensemble Pygmalion spielt(e), und dem Cellisten Frédéric Baldassare, der unter anderem dem Streichquartett Onyx, dem Ensemble 2e2m und Les Arts Florissants angehört(e). 

Seit seiner Gründung 2015 zeichnet das Quartett nun vier Wege in die Vergangenheit des Streichquartetts nach. Neben der deutschen Tradition, die es – ausgehend von Franz Schubert – zurückverfolgt, spürt das Kitgut Quartet den Verbindungen von Wolfgang Amadeus Mozart und Italien, Ludwig van Beethoven und Frankreich sowie Joseph Haydn und England nach. Dabei macht das Ensemble Verbindungen und Kontinuitäten sichtbar und führt die Zuhörer an die Ursprünge der Gattung heran. Dies gelingt dem Kitgut Quartet nicht nur mit technischer Raffinesse und lebendigem Spiel, sondern auch, indem es „die Stimmung bei den Proben, die von Dialog, Freude und Spontaneität geprägt ist, auf die Bühne mitnimmt“.