Belcea Quartet © Marco Borggreve

Samstag, 21. Mai 2022

Belcea Quartet

Belcea Quartet
Belcea Quartet © Marco Borggreve


Mit dem Belcea Quartet verbindet »Musik im Riesen« eine lange musikalische Freundschaft. Sein virtuoses, dynamisches Spiel, das voller emotionaler Tiefe und Intimität ist, entspricht ganz dem Geist des Festivals – kein Zufall also, dass das Quartett bereits zum siebten Mal in Wattens gastiert. Die Freiheit, mit der es sich den viel gespielten Werken der Klassik und Romantik ebenso annähert wie den Kompositionen von Mark-Anthony Turnage, Thomas Larcher oder Krzysztof Penderecki, hat ihren Ursprung in den unterschiedlichen Einflüssen, die seine Mitglieder einbringen. Ihre Herkunftsländer Rumänien, Polen und Frankreich und der Gründungsort London machen das Belcea Quartet zu einem gesamteuropäischen Projekt, das viele Stimmen in sich vereint.

Seine weltweite Auftrittstätigkeit schließt Konzerte bei den wichtigsten Festivals ebenso ein wie Residenzen an der Guildhall School of Music and Drama, London, in der Wigmore Hall, London, oder – seit 2010 – im Wiener Konzerthaus. Mitunter nützen die Musiker:innen die Konzentriertheit dieser Ereignisse, um das Gesamtwerk eines Komponisten zu beleuchten: 2012 spielten sie in einem Zeitraum von elf Tagen Beethovens sämtliche Streichquartette im Wiener Konzerthaus. 2013 führten sie anlässlich des 100. Geburtstags von Benjamin Britten seine Streichquartette in der Snape Maltings Concert Hall auf und stellten sie den Quartetten Schostakowitschs gegenüber.

Schostakowitsch ist es auch, den sie ins Zentrum ihres Auftritts in Wattens stellen. Sein Streichquartett Fis-Dur op. 142 ist das 14. und vorletzte für diese Besetzung. Zugleich gehört es zu den Quartetten für die Musiker des Beethoven Quartetts, die fast alle seine Streichquartette zur Uraufführung brachten. Beim 14. rückte Schostakowitsch Sergei Schirinski und sein Instrument, das Cello, in den Vordergrund, und gedachte zugleich der beiden Mitglieder des Quartetts, die bereits verstorben waren.

Eingebettet ist dieses späte Werk Schostakowitschs in zwei Kompositionen von Franz Schubert, den Streichquartettsatz von 1820 und das Streichquartett d-Moll von 1824, das wegen eines Liedzitats im zweiten Satz den Beinamen »Der Tod und das Mädchen« erhielt.

DAS PROGRAMM
Swarovski Business Building Brandtgut

 10 Uhr
Einführungsgespräch mit Andrew McGregor, Gespräch in englischer Sprache

 11 Uhr

Belcea Quartet

     Corina Belcea (Violine), Axel Schacher (Violine), Krzysztof Chorzelski (Viola), Antoine Lederlin (Violoncello) 

Franz Schubert

Streichquartettsatz c-Moll D 703 (1820), 10’
     Allegro assai

Dmitri Schostakowitsch

Streichquartett Fis-Dur op. 142 (1973), 25’
Allegretto
Adagio, attacca:
Allegretto

 Pause

 Franz Schubert

Streichquartett d-Moll D 810, »Der Tod und das Mädchen« (1824), 44’
     Allegro
Andante con moto
Scherzo. Allegro molto
Presto