Pierre-Laurent Aimard © Julia Wesely

Donnerstag, 19. Mai 2022

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

DAS PROGRAMM
Swarovski Kristallwelten, Forum, Wattens

 19 Uhr
Einführungsgespräch mit Thomas Larcher

 20 Uhr

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Franz Schubert
Tänze und Klavierstücke (Auswahl)

 György Kurtág
Klavierstücke (Auswahl)

Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard gilt zugleich als Schlüsselfigur für die (Ur-)Aufführung zeitgenössischer Kompositionen und als Musiker, der die Werke von Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel oder Claude Debussy neu und unverwechselbar interpretiert.

Seit 1973, als er mit 15 Jahren den Wettbewerb "Olivier Messiaen" gewann, arbeitet er eng mit den Komponist:innen unserer Zeit zusammen, darunter Olivier Messiaen, Pierre Boulez, Tristan Murail und György Ligeti. Ihre Werke interpretiert er in Recitals, als Konzertsolist und Kammermusiker, unter anderem im Ensemble Intercontemporain, dem er fast zwei Jahrzehnte angehörte. Nicht immer war dort das Klavier Aimards Instrument – er spielte auch Cembalo, Synthesizer oder Orgel –, und nicht immer beschränkt er sich auf seine Rolle als Interpret. Stattdessen definiert er sich als "Musiker, der Klavier spielt, als Solist, Kammermusiker oder Liedbegleiter. Ich liebe es zu unterrichten und künstlerisch zu leiten", beschreibt Aimard seinen Zugang. "Manchmal dirigiere ich eben auch. Ich finde es organisch, nicht in einer Spezialisierung gefangen zu sein."

Mit derselben Offenheit gestaltet der Pianist seine Konzertprogramme, kombiniert neue Kompositionen mit berühmten Werken der Klassik oder Romantik und macht so Kontinuitäten und Brüche deutlich.

Schon einmal, als er bei "Musik im Riesen" Artist in Residence war, konnte sich das Tiroler Publikum von der Stimmigkeit solcher Zusammenstellungen überzeugen. Damals spielte er Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Claude Debussy, Arnold Schönberg und John Cage. Beim Eröffnungskonzert 2022 von "Musik im Riesen" 2022 kontrastiert er die späten Klavierstücke und eine Auswahl an Tänzen von Franz Schubert mit der konzentrierten Klangwelt György Kurtágs. Unter anderem wählte Aimard Stücke aus einem Hauptwerk des ungarischen Komponisten aus, dem Klavierzyklus "Jatékok" ("Spiele"), den Kurtág nach wie vor beständig erweitert.