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Presse

fadin' to whiteout

24.11.2005 Swarovski Kristallwelten Wattens

Diesen Winter, zu ihrem zehnten Gründungsjubiläum, erhalten die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten einen besonderen Annex: In einem weißen Monolithen vor dem Riesen wird ein polares Phänomen inszeniert, das im Englischen als Whiteout bezeichnet wird - die Auflösung jeglicher Konturen durch einen Reflexionsgleichstand zwischen Schnee und Wolken. Die Idee zu dieser Installation lieferte eines der Siegerobjekte des Studentenwettbewerbs “Arctic”, den Swarovski dieses Frühjahr am Institut für e[x]perimentellen Hochbau an der TU Innsbruck veranstaltete. fadin’to whiteout wurde von Ursula Ender und Albert Elmenreich entworfen und durch die Jury, bestehend aus Kristallwelten Gechäftsführer Dr. Andreas Braun, Professor Kjetil Thorsen und dem isländischen Künstler Ólafur Elíasson, zur Umsetzung ausgewählt. Ólafur Elíasson, seit seiner Installation The Weather Project in der Tate Modern 2003 gleichsam Experte kunstgewordenen Wetters, begleitete seine Jurorentätigkeit zu “Arctic” mit einem aufsehenerregenden Vortrag mit dem Titel “Time is Changing”. Ab 25. November 2005 können Besucher der Kristallwelten eine Reise in die vielschichtige Wahrnehmungswelt des Phänomens Whiteout antreten.

Was ist die Welt?

Drei Freunde waren begierig darauf, herauszufinden, wie groß die Welt sei und welche Form sie habe. Schließlich wurden sie so neugierig, dass sie beschlossen, eine Expedition zu unternehmen. So reisten sie drei Tage und drei Nächte lang, und da gelangten sie zu einem großen Iglu. Gehen wir hinein, sagte einer von ihnen. Dies taten sie, doch erkannten sogleich, dass dieses Haus unendlich war. Also gingen sie an der Wand entlang, um sich nicht zu verirren. Aber wo war nun der Eingang? Sie gingen weiter – tagelang, monatelang, jahrelang. Schließlich waren sie erschöpft und krochen kraftlos weiter. Dann gaben zwei der Freunde auf, setzten sich und starben. Dem dritten jedoch gelang es, den Ausgang zu finden. Sein Kajak war genau da, wo er es zurückgelassen hatte. Aber als er wieder zu den Menschen kam, war er steinalt geworden. Er sagte zu den Menschen: „Die Welt ist nur ein riesiger Iglu.“ Und dann starb auch er.
Sage aus Grönland